Den letzten Paul & Marie – Teil wollte ich mir eigentlich noch ein bisschen aufsparen, aber gestern sah er mich so keck aus dem Regal an und nun bin ich mittendrin
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April 18, 2008
Den letzten Paul & Marie – Teil wollte ich mir eigentlich noch ein bisschen aufsparen, aber gestern sah er mich so keck aus dem Regal an und nun bin ich mittendrin
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April 18, 2008
und herzlich Willkommen nun zum richtigen Start dieser Seite!!
Vieles muss ich noch ausprobieren, aber jetzt sind meine drei Rezis und ich erstmal hier. Die Rezis für ihren Teil werden sich sicher mit der Zeit vermehren.
So long,
Holly
April 18, 2008

Sonia hat sich von ihrem Ehemann Frédéric scheiden lassen, der nun nachdem er sie töten wollte im Gefängnis sitzt. Nun möchte sie weg aus der Stadt. Sie nimmt ihren alten Job als Physiotherapeutin wieder auf und dies im neu eröffneten Hotel Gamander im abgelegenen Ferienörtchen Val Griesch, das eigentlich gar kein Ferienörtchen sein möchte. Sie packt also einen Koffer mit allem was sie benötigt dazu Pavarotti, ihren Wellensittich und es geht los. Kurz vor ihrer Abreise hat Sonia einen unfreiwilligen LSD-Trip und danach sieht sie Geräusche, fühlt Farben und schmeckt Formen. Dies macht den Start in den neuen Lebensabschnitt nicht unbedingt leichter.
In der neuen Umgebung angekommen, muss sich Sonia hier erstmal akklimatisieren. Ihre Chefin kann sie schlecht einschätzen und ihre Kollegin lässt sie abblitzen. Einzig Kollege Manuel ist nett zu ihr. Die einzige Person aus ihrem „alten Leben“ zu der sie noch Kontakt hat, ist ihre Freundin Malu, die auch Sonias alte Wohnung übernommen hat.
Eines Tages findet Sonia im Lesezimmer des Hotels ein Buch mit alten Sagen, in dem sich auch eine mit dem Titel „Der Teufel von Mailand“ befindet. Kurz nachdem sie diese gelesen hat, geschehen auf einmal merkwürdige Dinge in ihrer Umgebung, die zu den mysteriösen Vorfällen aus jener Sage passen. An ihrem Ende läge der Tod. Doch niemand dem sich Sonia anvertraut, schenkt ihr Glauben. Sonia selbst möchte den Täter aufhalten, doch das ist nicht so einfach. Oder ist alles doch nur ein einziger Spuk, der wieder vorüber geht?
Meine Meinung
Endlich ein neuer Suter. Was habe ich mich im Vorfeld gefreut. Zunächst aber musste ich mit dem Buch warm werden. Es gab Passagen, die mich langweilten, gefolgt von welchen, die mir gefielen. Doch irgendwann kam ein Punkt, an dem ich dann auf jeden Fall zu Ende lesen wollte, wissen wollte was mit Sonia geschieht und hielt wieder, wie ich es bis dahin bei Suter kannte, eine Pageturner in der Hand.
Als etwas verwirrend empfand ich abrupte Szenenwechsel, in denen dann eine andere Person, meist aus dem Dorf, in den Mittelpunkt rückte um dann nach einem kurzen Absatz oder einer Seite zurück zu Sonia zu kehren. Für mich besaß das Buch auch eigenartige Stimmung: bedrückend die Gefühle Sonias und die Umgebung der Berge, unsicher wenn sie alleine ist und die Folgen des LSD-Trips spürt, unsicher in der Gesellschaft mit anderen Menschen, da sie nicht weiß, wem sie trauen kann und wem nicht, und schließlich noch die Ängste, was der Täter sich als nächstes ausdenkt und ob Frédéric es nicht doch schafft ihr etwas anzutun.
Ich würde dieses Buch auf gar keinen Fall als Einstieg zu Martin Suter empfehlen, da es das Können dieses Autors nicht zeigt. Hierzu eignen sich seine früheren Werke deutlich besser. Wer den Autor bereits kennt und mag, dem könnte es gefallen oder er ist enttäuscht. Als schön würde ich es nicht bezeichnen, es ist eher interessant es mal gelesen zu haben.
Bewertung: **
* weniger gut ~ ** ganz ok ~ *** gute Unterhaltung ~ **** spitzeklasse
Infos: 297 S., Diogenes HC
April 18, 2008

Rosie und Alex kennen sich seit sie 5 Jahre alt sind. Sie stehen einander sehr nahe, doch bezeichnen sie sich selbst immer nur als beste Freunde. Bevor das letzte Schuljahr beginnt schlägt das Schicksal erbarmungslos zu… Alex Vater nimmt eine Stelle in Boston an und die Familie zieht von Dublin aus dorthin. Doch es gibt ja E-Mails, es gibt Briefe und es gibt Chat und SMS. Und so bleiben Rosie und Alex in Kontakt. Zur Abschlussfeier seiner alten Schule möchte Alex kommen und beiden verabreden sich, gemeinsam dorthin zu gehen. Doch das Schicksal möchte es anders. Alex verpasst seinen Flug und Rosie geht mit Brian hin, einen Jungen, über den Alex und sie immer gelästert haben. Die Nacht des Abschlussballs bleibt aber nicht ohne Folgen. Neun Monate später bringt Rosie die kleine Katie zur Welt und ist nun allein erziehende Mutter in Dublin statt Studentin für Hotelmanagement in Boston.
Die Jahre verstreichen und die besten Freunde bleiben in Kontakt, wissen, dass sie den anderen lieben, sind aber davon überzeugt, das dies nicht auf Gegenseitigkeit beruht, denn man redet ja immer schön um den heißen Brei herum. Unterstrichen wird dies auch noch dadurch, dass beide heiraten. Doch vielleicht kommt auch einmal die Zeit für Rosie und Alex.
Meine Meinung
Als leichte Lektüre für zwischendurch sollte mich dieses Buch unterhalten und nach den ersten Kapiteln hat es dies auch hervorragend getan. Von Anfang an war klar, dass die beiden sich früher oder später (der Spannung halber eher später) kriegen würden. Manch ein „Schicksalsschlag“ wäre für jemand anders vielleicht keiner gewesen und hätte die beiden früher zusammengebracht. Auch frage ich mich, ob man es dann wirklich so lange Zeit ohne einander aushält, egal ob die beiden sich nach10, 20 oder 30 Jahren endlich kriegen – ich möchte es nicht verraten.
Erzählt wird die Geschichte in Form von Briefen, E-Mails, Postkarten, SMS und Unterhalten per Chat, nur am Ende gibt es einen kurzen Epilog.
Fazit: Nette Unterhaltung im schönen Irland, gute Wahl für ein „Zwischendurchbuch“, wenn man ein wenig Herz-Schmerz und etwas zum schmunzeln haben möchte. Klischees werden auch bedient, so sind die Frauen in Alex’ Leben laut Rosie „eingebildete Schlampen“ und Rosies Ehemann für Alex nur ein „Mr. Dingsbums“.
Bewertung: ***
* weniger gut ~ ** ganz ok ~ *** gute Unterhaltung ~ **** spitzeklasse
Infos: 443 Seiten, Fischer Taschenbuch
April 18, 2008

Wir schreiben das Jahr 1964, in dem Lily ihren vierzehnten Geburtstag feiert. Lily lebt mit ihrem tyrannischen Vater auf dessen Farm, ihre Mutter starb als sie 4 Jahre alt war durch einen Unfall, an dem Lily ungewollt die Schuld trägt. Ihr Vater quält sie sehr, doch zum Glück hat Lily noch Rosaleen, eine farbige Zugehfrau, die sich um das Mädchen kümmert. Als der Rassenhass Rosaleen ins Gefängnis bringt, befreit Lily sie und die beiden flüchten nach Tiburon, welches ebenfalls in South Carolina liegt. Lily hat diese Stadt ausgewählt, weil sie ein Bild einer schwarzen Madonna von ihrer Mutter besitzt auf dessen Rückseite „Tiburan“ steht. Über dieses Bild der schwarzen Madonna landen die beiden schließlich gleich an ihrem ersten Tag in Tiburan bei Augusta Boatwright und ihren Schwestern May und June, den Schwestern des Sommers. Augusta ist Bienenhüterin und weiht Lily nach und nach in die Geheimnisse der Imkerei ein, doch nicht nur das. Bei Augusta kann Lily endlich zu sich finden. Augusta ist es auch, mit der Lily tiefe Gespräche führen kann, die immer für sie da ist und die, als Lily ihr endlich ihr Herz ausschütten kann, auch noch eine Überraschung für sie bereithält. Alles scheint einen guten Weg zu finden, doch eines Tages steht Lilys Vater im Türrahmen und keine der anderen Frauen ist außer Lily im Haus.
Vor dem Hintergrund South Carolinas der 60er Jahre greift die Geschichte nicht nur Lilys Schicksal auf, sondern auch das Rosaleens und der anderen Farbigen, die sich gegen die Diskriminierung und für ihre Rechte einsetzen.
Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat aus der Welt der Bienen und der Imkerei, welche zeigt, wo entlang es in dem folgenden Kapitel gehen wird.
Meine Meinung
Ich habe dieses Buch nicht ganz unbefangen angefangen, denn ich kannte bereits das Hörbuch und dies gefiel mir so gut, dass ich das Buch unbedingt lesen musste. Ein paar Wochen liegen zwischen den beiden Erlebnissen, als ich mit dem Buch beginne. Sogleich bin ich wieder voll drin in der Geschichte, spüre auch aus den Worten heraus die Hitze des Sommers 1964 und auch Lily ist mir wieder ganz nahe. Wie sie in ihrem Zimmer liegt, einsam, immer wieder den Tod ihrer Mutter vor Augen bis sich die Erinnerung verliert. Wie sie um die Liebe ihres Vaters kämpft und verliert und wie sie sich mit Rosaleen auf den Weg macht und wie sie schließlich die Kraft findet zu fliehen. Und schließlich nach und nach zu sich findet, lernt, sich selbst zu vertrauen und schließlich auch Augusta vertraut.
Ich kann das Buch jedem, den es anspricht empfehlen. Hört man auch gerne Geschichten, so fällt die Wahl zwischen Buch und Hörbuch nicht leicht. Ich ziehe keine Fassung der anderen vor. Es kommt auf die Stimmung an.
Eine Anmerkung zum Schluss: es gibt einen kleinen Unterschied in der Übersetzung. Relativ zu Beginn (Seite 10) erzählt Lily wie gerne sie von ihrer Mutter vor dem Einschlafen eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen bekam.
Im amerikanischen Original heißt es: aus den „adventures of Uncle Wiggly“, bei dem es sich um ein amerikanisches Kinderbuch handelt. Die ersten Auflagen und damit auch die Vorlage des Hörbuches enthielten die Übersetzung „Urmel aus dem Eis“ in den letzten Auflagen wird der „Struwelpeter“ genannt. Beides ist nicht korrekt, war das Urmel doch 1964 noch gar nicht erschienen. Schade, dass hier nicht der Originaltitel genannt wird, vielleicht mit einer kurzen Anmerkung.
Definitiv eines meiner Lieblingsbücher!!
Bewertung: *****
* weniger gut ~ ** ganz ok ~ *** gute Unterhaltung ~ **** spitzeklasse
Infos: ca. 333 Seiten, Taschenbuch, btb